• Sabrina

Warum du keine Vorsätze fürs neue Jahr machen solltest


The same procedure as every year: voller Motivation machen wir uns Vorsätze fürs neue Jahr. Ist ja quasi irgendwie Tradition. Und man könnte sagen, Vorsätze machen ist ebenfalls ein Vorsatz.

Ein trauriger allerdings.


Und - seien wir ehrlich - bei den meisten von uns von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Den Wenigsten gelingt das Meisterwerk: die tatsächliche Umsetzung des Vorgenommenen in diesem neuen Jahr.. An alle, die es schaffen: Chapeau! Meinen größten Respekt.

Ich gehöre leider nicht dazu. Und das, obwohl ich durch und durch Steinbock bin und man uns ja eine gnadenlose Disziplin und Durchhaltevermögen nachsagt.

Nun, bei gewissen Punkten kommen diese Eigenschaften auch durchaus zum Zug. Nur bei den Neujahrsvorsätzen will das einfach nicht klappen. Vielleicht ist das einfach zu sehr Klischee für mein sonst so stahlhart diszipliniertes Unterbewusstsein. Vielleicht auch ein “Keine Macht dem Gruppenzwang!”. Ich weiß es nicht. Woran auch immer es liegt - es gelingt mir nicht.


Zuweilen hatte ich dennoch immer das Gefühl, ich müsste mir zum Jahreswechsel dennoch Vorsätze machen. Bietet sich ja auch ein: ein Abschnitt geht zu Ende, ein Neuer beginnt. Man startet ein neues Lebensbuch und all die Seiten sind noch leer. Man will das, was man letztes Jahr eben nicht geschafft hat “nun aber wirklich” umsetzen. Und nummeriert einfach durch: Vorsatz 1.0, Vorsatz 2.0, Vorsatz 3.0, etc.


Aber: ist das nicht einfach wahnsinnig frustrierend? Mich macht dieses alljährliche “Versagen” schon unterschwellig aggressiv. Mir selbst gegenüber. Schon lange habe ich aufgehört, meine Vorsätze laut rauszuposaunen. Obwohl ich weiß, dass ich scheitern werde, fasse ich sie dennoch jedes Jahr. Still und leise - nur für mich. Und jedes Jahr bin ich aufs Neue frustriert und enttäuscht. Still und leise - von mir selbst.


Deswegen sage ich dieses Jahr: scheiss drauf! Ich habe 2022 keine Lust mehr auf vorprogrammiertes Scheitern. Nope. Ohne mich dieses Mal.


Das heißt nicht, dass ich völlig planlos in das neue Jahr starte. Aber: einfach ohne diesen “ich muss das jetzt schaffen, sonst ist mein Vorsatz am Arsch”-Druck. Ich habe Pläne. Ich habe Träume. Und ich habe den unbändigen Willen, diese Pläne umzusetzen und meine Träume zu erfüllen. Aber ich setze mir dafür keine 1-Jahres-Deadline mehr. Ich habe meine feste To-do-Liste für 2022 am Start - keine Frage. Und ich werde mir das ganze neue Jahr über den Arsch dafür aufreißen. Ich werde mein Bestes geben und ich weiß, dass ich es schaffen werde.


Aber nicht auf Teufel komm raus alles in dem neuen Jahr. Vielleicht wird es länger dauern. So what?! Dann gibt’s nächstes Jahr um die Zeit eben nur eine Zwischenbilanz. Vielleicht muss auch der ein oder andere Punkt korrigiert und angepasst werden. (Im Laufe eines Jahres können sich Ziele auch mal ändern…) Aber es geht weiter. Unaufhörlich. Kontinuierlich. Stück für Stück.


Lassen wir DAS meinen Vorsatz sein - wenn es doch einer sein muss. ;-)



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